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Mais "gerecht" bezahlen
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michael
Identität bekannt
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Anmeldedatum: 25.01.2005
Beiträge: 1411
Wohnort: Mittelfranken

BeitragVerfasst am: 01.11.2012, 21:14    Titel: Antworten mit Zitat

@ combo:

Das Problem bei den Gärversuchen ist neben der geringen Verweilzeit auch ein Fakt, der wenig bekannt ist. Mais mit niedrigen TS-Gehalten hat mehr organische Säuren, Alkohole und andere Inhaltstoffe, die bei der klassischen TS-Bestimmung verdampfen, als reiferer Mais. Deshalb fallen bei frischem Mais die TS-Gehalte im Labor niederiger aus als sie tatsächlich sind. Folglich wird beim Gärversuch auf eine zu niederige Eingangs-TM zurückgerechnet, was wiederum höhere spezifische Gaserträge vorgaukelt als bei reifer geerntetem Mais. Nur wenn dieser Umstand korrigiert wird kann man wirklich vergleichen.

Deshalb ist bei uns die Ziel-TS 35-40%. D.h. die Körner sind voll ausgebildet. Ein paar dürre untere Blätter nehme ich da evtl. in Kauf, da ihr Anteil am Ertrag verschwindend gering ist.
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gaswasserschönebäder



Anmeldedatum: 01.08.2009
Beiträge: 90


BeitragVerfasst am: 02.11.2012, 13:11    Titel: Antworten mit Zitat

Aufgrund einiger Mängel in unserer Siloplatte haben wir dieses Jahr in zwei Etappen geerntet. Drei Wochen dazwischen. Dabei hatte der erste Mais TM-Gehalte von 35 % der Zweite von 39,5%. Auf nebeneinanderliegenden, homogenen Schlägen mit gleichen Anbaubedingungen (Saatzeitpunkt, Sorte, Bodenbearbeitung, Düngung, Vorfrucht, Pflanzenschutz, etc. ) hatten wir bei dem später geernteten Mais über ne halbe Tonne mehr TM.
Allerdings weht der trockene Mais auf der Anlage überall rum und ist sicherlich in den Randbereichen nicht so gut verdichtet.
Hat alles Vor- und Nachteile.
Wir vergüten ausschließlich nach Trockenmasse. Der Anbauer kann ja nichts zu unserem Häckseltermin. Allerdings sollten sich seine Sorten dann schon mit unseren ähneln.
Die 5 % mehr Futter, auf TM bezogen, dieses Jahr, kann ich auch bestätigen. Allerdings kann ich keinen negativen Effekt aus den 39,5% erkennen.
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schwienebur



Anmeldedatum: 13.05.2011
Beiträge: 81


BeitragVerfasst am: 04.11.2012, 14:15    Titel: Antworten mit Zitat

Fast so ist es bei uns auch gelaufen. Die Behörde hat 6 Wochen vor der geplanten Ernte die Wiederbefüllung des Silos untersagt. Da versuch mal so schnell zu sanieren...
Zum Thema: Deshalb waren wir auch 2-3 Wochen mit der Ernte zu spät und haben auch so um die 39% geerntet. Wenn wir da jetzt Abzüge machen würden, gäbs nächstes Jahr keinen Mais wieder.
Nachteile kann ich bis jetzt noch nicht feststellen.
Wir rechnen auch nach Gewicht und TM ab.
Meine Frage wäre: Kann es sein, dass der absolute TM Ertrag/ha durch den späteren Erntezeitpunkt zunimmt?
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JueLue
Identität bekannt
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Anmeldedatum: 05.12.2007
Beiträge: 298


BeitragVerfasst am: 05.11.2012, 20:09    Titel: Antworten mit Zitat

Hier nochmal ein Nachtrag, bzw. ein Bericht aus einer Top-Agrar zum Thema TM-Bestimmung im Häcksler, allerdings bei Grassilage.



Erstaunlicher Weise ist die Ertragsbestimmung bei beiden Systemen sehr genau, die TM-Bestimmung allerdings unter aller Sau.

In einem Nebensatz wird das ganze Dilemma und die Auswirkungen von einer auf den ersten Blick in absoluten Zahlen garnicht so großen Abweichung (TM-Bestimmung) deutlich.

Zitat:
Beide Verfahren überschätzen allerdings
den tatsächlichen Trockensubstanzgehalt.
So wurde der Gehalt beim NIRSVerfahren
um durchschnittlich 3,87, bei
der Leitfähigkeits-Messung um 3,33 Prozentpunkte
zu hoch eingestuft. Dadurch
wird der tatsächliche Trockenmasse-Ertrag
um bis zu 26 % überschätzt.


Der Trockenmasse-Ertrag wird um 26% überschätzt. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Leider wird nicht erläutert, ob die Ergebnisse immer um den gleichen Wert zu hoch waren.

JueLue

p.s.: wie die auf 26% Ertragsabweichung bei 3,5%-Punkten kommen kann ich jetzt nich nachvollzienen, aber auf 11% komme ich auch.
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C.Kaifel
Identität bekannt
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Anmeldedatum: 21.09.2005
Beiträge: 287
Wohnort: Erbach Dellmensingen

BeitragVerfasst am: 23.07.2015, 16:44    Titel: Überfahrwaage Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

Hat jemand von euch eine Überfahrwaage an seiner BGA im Einsatz? Wenn ja welche und was für ne Software? Sind die mittlerweile eichbar? Wie ist bei euch der Ablauf , TS über Häcksler oder Labor? Was gibt es sonst noch so für Erfahrungen?

Vorab schonmal besten Dank

Grüße
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extra-wurst
MOD
MOD


Anmeldedatum: 09.09.2005
Beiträge: 750


BeitragVerfasst am: 23.07.2015, 20:03    Titel: Antworten mit Zitat

moin,
wir haben ein paar Jahre mit einer Überfahrwaage geübt.

Das Ding geht theoretisch genau. In Deutschland aufgrund des Eichgesetzes nicht eichbar, lt. Hersteller wird die im Ausland auch geeicht.

aber:
Nicht bei Fahrern, die schon halb drübergefahren sind, dann aufwachen und voll ankern - sprich: mit den ganz normalen Abfahrhorden bei der Silomaisernte nicht kompatibel!! Wir haben drei Jahre versucht, sie zu erziehen und irgendwann genervt aufgegeben.

Wir haben jetzt eine Brückenwaage.
Die Überfahrwaage steht hier noch - kannst du haben. --->[*LINK*: Der Link wird eingeloggten Usern angezeigt] mit 2 Großanzeigen und Drucker.
_________________
Grüße aus der Heide
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HSVHolle



Anmeldedatum: 10.12.2011
Beiträge: 41
Wohnort: Niedersachsen

BeitragVerfasst am: 24.07.2015, 05:29    Titel: Antworten mit Zitat

Moinsen,

wir haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Die Überfahrwaage wurde vom Maschinenring verliehen. Eichfähig war sie nicht. Prinzipiell funktionierte die Waage, wenn man entsprechend gleichmäßig und langsam über die Waage gefahren ist. Leider haben sich nicht alle Fahrer daran gehalten, sodass einer immer darauf achten musste, dass ordentlich über die Waage gefahren wurde. Außerdem war die Waage stark abhängig vom Untergrund und vom Wetter.
Mittlerweile haben wir eine vollautomatische Brückenwaage mit entsprechender Software an der Waage und einem Rechner auf dem Häcksler, sodass jeder gewogene Wagen dem entsprechenden Schlag zugeordnet wird.
Anders ist eine genaue Abrechnung nicht machbar.

Gruß,

Holle.
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extra-wurst
MOD
MOD


Anmeldedatum: 09.09.2005
Beiträge: 750


BeitragVerfasst am: 24.07.2015, 05:59    Titel: Antworten mit Zitat

HSVHolle hat Folgendes geschrieben:
Außerdem war die Waage stark abhängig vom Untergrund und vom Wetter.


Dann hattest du aber Platten zum "DurchdieGegendschleppen" für den Feldweg. Meine war an der Anlage fest, ebenerdig und ruckelfrei eingebaut.
_________________
Grüße aus der Heide
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josy



Anmeldedatum: 13.03.2008
Beiträge: 264
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 24.07.2015, 06:07    Titel: Antworten mit Zitat

@HSVHOLLE

Welche Software und Technik nutzt du da?
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JueLue
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Anmeldedatum: 05.12.2007
Beiträge: 298


BeitragVerfasst am: 24.07.2015, 06:54    Titel: Antworten mit Zitat

extra-wurst hat Folgendes geschrieben:
...
aber:
Nicht bei Fahrern, die schon halb drübergefahren sind, dann aufwachen und voll ankern - sprich: mit den ganz normalen Abfahrhorden bei der Silomaisernte nicht kompatibel!! Wir haben drei Jahre versucht, sie zu erziehen und irgendwann genervt aufgegeben....


Wie hat man sich das vorzustellen, wenn alles korrekt laufen soll.

Fahrer macht Tempomat mit z.B. 3km/h rechtzeitig vor der Waage an, fährt gleichmäßig drüber und fertig?

Welche Geschwindigkeit ist möglich?

JueLue
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