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Starke Schaumbildung Ammonium Hemmung
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Starke Schaumbildung Ammonium Hemmung
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COMBO
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Anmeldedatum: 08.02.2006
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BeitragVerfasst am: 16.02.2019, 22:26    Titel: Starke Schaumbildung Ammonium Hemmung Antworten mit Zitat

Hallo Kollegen,

Ich gebs gleich mal von Anfang zu, in Sachen Analytik ,Spurenelemente etc. bin ich eher Laie.

Wir haben seit einigen Wochen starke Schaumbildung. vergangenen Montag wurden Proben aus F1+F2 genommen. Hauptauslöser ist sehr wahrscheinlich Rapsschrot. In den vergangenen Jahren gab es immer mal 2-3 Tage Schaumbildung während der Rapsernte bzw. erhöhte Mengen an Raps im Getreidestaub usw.

nachfolgend erstmal unserer Ergebnisse:

Fermenter 1
Trockenrückstand Gew% OS 12,7
org. TS % OS 8,8
pH-Wert 8
Glühverlust Gew% TS 68,7

Essigsäure mg/kg OS 770
Propionsäure mg/kg OS 820
n-Buttersäure mg/kg OS <50
iso-Buttersäure mg/kg OS <50
Valeriansäure mg/kg OS <50
iso-Valeriansäure mg/kg OS <50
Capronsäure mg/kg OS <50
iso Capronsäure mg/kg OS <50
Essigsäureäquivalent mg/kg OS 1.434
FOS (titr.) mg/kg OS 7.400
Pufferkapazität (TAC) mg/kg OS 27.000
FOS(GC)/TAC OS 0,27

Ammonium (NH4) kg/t OS 6,17
Ammonium N (NH 4-N) kg/t OS 4,8

Fermenter 2
Trockenrückstand Gew% OS 12,5
org. TS % OS 8,1
pH-Wert 8
Glühverlust Gew% TS 65

Essigsäure mg/kg OS 590
Propionsäure mg/kg OS 900
n-Buttersäure mg/kg OS <50
iso-Buttersäure mg/kg OS <50
Valeriansäure mg/kg OS <50
iso-Valeriansäure mg/kg OS <50
Capronsäure mg/kg OS <50
iso Capronsäure mg/kg OS <50
Essigsäureäquivalent mg/kg OS 1319
FOS (titr.) mg/kg OS 7.400
Pufferkapazität (TAC) mg/kg OS 28.000
FOS(GC)/TAC OS 0,27

Ammonium (NH4) kg/t OS 6,61
Ammonium N (NH 4-N) kg/t OS 5,1


Haben nun erst mal kräftig verdünnt. Nun lässt sich der Schaum in ca. 5 Minuten (1 Meter) fast komplett wegrühren. Stehn die Fermenter aber mal für eine halbe-3/4 Stunde steigt der Schaum wieder sehr schnell auf den Meter an und die Gasentnahme wird schwierig bzw versaut mir der Schaum die Rieselbettentschweflung.

Bin also für jeden eurer Tipps bzw. Ursachenforschung dankbar.

Zur Info:
Ph ist schon eigentlich immer um 7,8 - 8
- Der hohe N-Anteil kommt durch den großen Anteil an Kleegras/Luzerne. (gute 8 kg N im Gärrest)
- da nur im Rieselbett entschwefelt wird, also keine Einblasung in F, fällt also im F eher gering Schwefel aus. Der Schwefel kommt sehr wahrscheinlich durch Raps/Rapsschoten usw.,

Wie ist der Eisenmangel und der gravierende Selenmangel einzuschätzen?

Ferm. 1; Ferm. 2
Schwefel (S) mg/kg 510; 507
Cobalt (CO) mg/kg 0,16; 0,16
Eisen (Fe) mg/kg 365; 362
Kupfer (Cu) mg/kg 3,4; 3,33
Mangan (Mn) mg/kg 35,5; 36,8
Molybdän (Mo) mg/kg 0,34; 0,35
Nickel (Ni) mg/kg 0,97 1,01
Selen (Se) mg/kg <0,03 0,03
Zink (Zn) mg/kg 19,6 19,4

FeS 892,50 887,25
Berechnung 527,50 525,25
1,32 1,31
0,40 0,39
4,40 4,38
1,32 1,31


So nun hoffe ich auf die Biologieexperten unter euch? Winken
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gadget
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BeitragVerfasst am: 17.02.2019, 10:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hatte selber schon des Öfteren Probleme mit Schaumbildung.
Hauptsächlich im Frühjahr (Blütenpollen) oder wenn wir es mit dem Rasenschnitt übertrieben haben.
Darum bin ich der Überzeugung, dass die Schaumblidung viel mit Eiweiss/Protein zu tun hat.
Das Eiweiss setzt sich an der Oberfläche ab und bildet dort einen Film. Kommt von unten Gas bildet sich eine Blase und die platzt dann nicht schnell genug auf.
Ein wichtiger Faktor dabei ist auch die Temperatur. Fährt man um 2-3 Grad höher ist es manchmal schon wieder mit der Schaumbildung vorbei.
Als Sofortmaßnnahme schütte ich Rapsöl in die Fermenter.
Noch besser wirkt es wenn man das Öl oder auch Fett mit trockener Silage vermischt.
Wichtig ist, dass das Öl oder Fett möglichst lange an der Oberfläche schwimmt, denn nur wenn es direkten Kontakt mit den Blasen hat, brechen diese auf und der Schaum verschwindet.
Vor einigen Jahren hatte ich mehr zufällig einige Eimer abgelaufene Majonnaise, die ich mit der Silage vermischt in den Fermenter geschüttet habe. Das hat mit am besten geholfen.
Vielleicht hat sich das Fett und das Eiweiss der Majonnaise mit dem Eiweiss vom Schaum verklumpt und so das Eiweiss an der Oberfläche gebunden.
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Kohl
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Wohnort: Rheinland-Pfalz

BeitragVerfasst am: 17.02.2019, 12:33    Titel: Antworten mit Zitat

In Brennereien wird Silikonentschäumer eingesetzt.
Ich nutze den auch bei der Feldspritze, auf 2.000l reichen wenige Tropfen.

Unsere Raiffeisen hat den am Lager.
_________________
Wer wenn nicht wir ?
Wann, wenn nicht jetzt?
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strike
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BeitragVerfasst am: 17.02.2019, 15:12    Titel: Antworten mit Zitat

Die Propinsäure wäre mir zu hoch. Ich würde die Fütterung massiv herunterfahren oder sogar einstellen, bis das Verhälnis Essigsäure zu Propinsäure bei 2:1 ist
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COMBO
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Wohnort: Nidderau

BeitragVerfasst am: 17.02.2019, 20:19    Titel: Antworten mit Zitat

Eiweiß/Protein ist denke ich in Verbindung mit dem TS von ca.12 die Ursache für den Schaum. (Pumpenstrom 15-16A)
Anfangs hatten die Schaumblasen einen leichten Grauschleier - Vermutung Stärke aus Getreidestaub wirkt wie Kleber sodass die Blasen stehen bleiben. Viele sahen so aus als wären sie oben aufgerissen/geplatzt aber nicht zusammengefallen. Die eigentliche Blase ist stehen geblieben. Haben dann natürlich erstmal die Fütterung ordentlich reduziert ca. - 1/3
Gleichzeitig immer wieder mit Raps- und Sonnenblumenöl direkt während der Flüssigfütterung oder in die Einspüldüse oben in den Fermenter. Gab leichte Besserung und die Blasen hatten einen bunten Schimmer aber wirklich viel, so wie wir es kannten hat das mit dem Öl nicht bewirkt. Außerdem haben wir die Temp. reduziert von 45°C auf jetzt immer noch 43°C. Haben dann angefangen stark zu verdünnen und erst seit dem lässt sich der Schaum problemlos beim oben drauf spritzen in wenigen Minuten komplett einrühren. Pumpenstrom jetzt ca. 18,5A. Also schon mal auf dem richtigen Weg.

Ich befürchte durch den hohen TS - hohe Propion/Eiweißgehalte - AmmoniumStickstoff hoch - Hemmung.
Deswegen baut sich die Propionsäure auch nicht mehr richtig ab bzw. zu Essigsäure.
Fürs erste wird das Verdünnen mal helfen. Aber auf die Dauer ist es sicher nicht förderlich 20Minuten Pause - 10 rühren.
Vorher hatten wir alle 60-70 Minuten eine Fütterung und sonst keinen Rührvorgang zwischendurch.

Hab noch nie Spurenelemente benutzt, aber vielleicht würde es damit besser?Selen und vor allem Eisen sind ja laut Literatur elementar wichtig im Gärprozeß. oder???

Wäre es in Zukunft dann evtl besser mehr GPS mit Grasuntersaat und Kleegras/Luzerne zu reduzieren?
Gras = mehr Eisen/Selen
Kleegras/Luzerne = hohe N-Fracht
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Arbor



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Beiträge: 3


BeitragVerfasst am: 11.03.2020, 10:26    Titel: Spurenelemente Antworten mit Zitat

Bei meinen BGA kommen nur anlagenspezifische Chelatmischungen zum Einsatz.
Seitdem brauch ich weniger Futter und die Biologie läuft perfekt. Man kann auch nur mehr 2-3 mal am Tag den Fermenter beschicken.
Soweit die Flexibilität durch Spurenelemente!
Zahlt sich aus - 5.000 Euro pro halben MW und ich kann sicher sein, dass Hydrlyse und Methanproduktion immer top sind.
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papp
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Beiträge: 3818
Wohnort: Ausland

BeitragVerfasst am: 11.03.2020, 15:15    Titel: Re: Spurenelemente Antworten mit Zitat

Arbor hat Folgendes geschrieben:
Bei meinen BGA kommen nur anlagenspezifische Chelatmischungen zum Einsatz.
Seitdem brauch ich weniger Futter und die Biologie läuft perfekt. Man kann auch nur mehr 2-3 mal am Tag den Fermenter beschicken.
Soweit die Flexibilität durch Spurenelemente!
Zahlt sich aus - 5.000 Euro pro halben MW und ich kann sicher sein, dass Hydrlyse und Methanproduktion immer top sind.


Stogecor steig aus dieser "chelat"-Id hervor Winken
_________________
"Les promesses n'engagent que ceux qui y croient"
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gadget
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BeitragVerfasst am: 15.03.2020, 11:17    Titel: Antworten mit Zitat

und hilft sicherlich auch noch gegen Corona...

Lieber Arbor
(Bei meinen BGA kommen nur anlagenspezifische Chelatmischungen zum Einsatz.)
Aussagen wie diese sind leider nicht sehr hilfreich.
Betreust du (füttern, um BKHWs kümmern, Betriebstagebuch usw) Anlagen?
Oder machst du auf Berater,
oder möchtest du über das Forum nur deine Chelate verkaufen?

Meine Erfahrungen mit angeblichen Experten/Beratern in Sachen Biogas und Biologie sind ziemlich negativ. Mir ist nach der Zugabe von einer "anlagenspezifischen Spurenelementmischung" schon mal eine Biogasanlage biologisch abgeschmiert.
Am Ende wollte deren Rechtsabteilung mich auf 50 000 € verklagen, wenn ich noch mal behaupten sollte, dass mit "Seherknaben Spurenelemente" eine BGA abstürzen kann.

Ein andermal hätte das Mittel nicht nur den Schau m (.... Der Verweis ist wirklich vollkommen zufällig ), sondern auch die Bakterien nieder gemacht.
--->[*LINK*: Der Link wird eingeloggten Usern angezeigt]


Wenn deine Aussagen glaubhaft rüberkommen sollen, wäre es dann solltest du auch fairerweise "deine Anlagen" beim Namen/Ort nennen, an denen du deine Mittel mit solch guten Ergebnissen einsetzt.
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Arbor



Anmeldedatum: 09.03.2020
Beiträge: 3


BeitragVerfasst am: 15.03.2020, 19:41    Titel: NACHDENKEN .... Antworten mit Zitat

und hilft sicherlich auch noch gegen Corona...

da scheinen einige noch nicht den Ernst der Lage zu erkennen.

Mit dem Corona Virus mache ich keine Spässe.

WÜNSCHE ALLEN VIEL GESUNDHEIT.
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Anmeldedatum: 27.11.2006
Beiträge: 623
Wohnort: Bayern

BeitragVerfasst am: 16.03.2020, 10:15    Titel: Antworten mit Zitat

Ist leider nicht die Antwort die auf meine Frage.
Du bist nicht der erste, der Chelatemischungen lobt, aber welcher Verkäufer lobt nicht seine Ware?
Die Zeiten in denen Biogasler alles in die Fermenter geschüttet (und vor allem bezahlt) haben was ihnen findige (windige?) Vertreter andrehten sind vorbei.

Um sich hier im Forum Vertrauen zu verschaffen reicht es nicht, einfach zu behaupten das oder das Mittelchen kann das oder jenes.
Für Mitglieder die mit offenen Karten spielen sollte es auch kein Problem darstellen, die Biogasanlagen zu benennen, die mit solch einem tollen Ergebnis die angepriesenen Mittel einsetzen.

Übrigens, Corona hat auch seine guten Seiten, wie gestern in den Nachrichten zu hören war: "schon seit 20 Jahren war die Luftverschmutzung in der Region Wuhan nicht mehr so niedrig wie in den letzten 14 Tagen...."
... das sollte uns zu denken geben.
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